Etwas farbiger, aber nicht schreiend bunt strickte ich hier. Es überwiegen Brauntöne.
| Sockengarnreste | vergeben |
Sechs ausgewählte Baby-Kakteen pflanzte ich Mitte April ins neue Hochbeet am Teich. Sie sahen schnuckelig aus, versteckten sich gut zwischen den großen Steinen, dass ich selbst Mühe hatte, sie wieder zu finden.
Leider waren mir da gefiederte Mitbewohner um Längen voraus. Ich verbrachte an die drei Wochen damit, die von Krähen herausgerissenen Minikakteen im Garten wieder aufzulesen. Dann gab ich es auf. Die verbliebenen Babies stopfte ich kurzerhand in einen Topf, der sicherheitshalber im Gewächshaus steht. Das Experiment Freilandkaktus muss somit aufgeschoben werden.
| Macht(e) sich gut in den Steinen |
Wie man sieht, haben die zugeschneiten Kakteen die Kälte ohne weiteres überstanden. Die kleinen Piekser hatten ein ganz anderes Problem. Sie mussten dringend mehr Platz haben. Also fummelte ich sie im Frühjahr auseinander und führte sie neuen Bestimmungen zu. Sie kamen zum großen Teil in fremde Hände, stehen seither im Garten und werden dort bleiben, da sie winterfest sind.
| Wir müssen endlich raus hier! |
Das Stricken dieses neckischen Halswärmers, der nach einer Idee von Cats & Hats entstand*, hat großen Spaß gemacht. Restbestände an Unigarn schwanden sachte dahin, das Tuch wuchs und gefiel mir. Was schreibe ich - es gefällt mir ja nach wie vor. Einziger Wehrmutstropfen: das Vernähen der gefühlt tausend Fadenenden dauerte beinahe so lange wie das Stricken selbst.
| Sockengarnreste | vergeben |
Obwohl ich in diesem Jahr nicht viel Kakteen fotografiert habe, bin ich auch weiterhin geneigt, den Dienstagskaktus zu zeigen. Die Blüte fiel 2022 in meiner Sammlung nicht ganz so üppig aus, was wohl auch daran gelegen haben mag, dass durch den Befall mit Wollläusen (- und das ist mal nichts Schönes in Bezug auf Wolle -) im Winter und zeitigen Frühjahr viele Pflanzen starben oder einfach nur entsorgt werden mussten.
Das Schlimme an Wollläusen in der Kakteensammlung ist die Unfähigkeit, sie zu behandeln. Durch strengere Vorschriften und Verbote beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln für den Privatgebrauch ist man als Kakteenpfleger im Prinzip handlungsunfähig. Ich habe bisher wirkliche Gifte nur sehr selten, im äußersten Notfall und nur im Gewächshaus angewandt. Oftmals jahrelang gar nicht. Sind aber Wollläuse an den Kakteen, hilft kein zugelassenes Mittel. Die Viecher überleben alles, aber meine Kakteen gehen ein, weil ich zum Beispiel deren Körper mit Rapsöl zukleistern soll. Sie können nicht mehr atmen - tot.
Nun ja, als kleine Rettungsaktion startete ich die grundlegende Inspektion jeden Kaktus', säuberte die Pflanzschalen, in denen jeweils mehrere Töpfe stehen, und die Töpfe selbst auch. Ich bin bis auf fünf Schalen damit fertig geworden. Nun hoffe ich auf ein paar sonnige Herbsttage, um auch die verbliebenen Schalen inspizieren und reinigen zu können.
| Pterocactus australis MK 675, Typ fischeri |
Warum gab es hier solange nichts zu lesen?
Geplant war diese elendig lange Pause nicht. Es hat sich einfach so ergeben. Das andere, wahre Leben hat mich mehr in Anspruch genommen, als ich es vorher kannte. Der heiße Sommer tat sein übriges. Da bin ich mehrfach an meine Grenzen geraten und habe es trotzdem bis hierhin irgendwie überlebt. Jetzt kann ich auch nicht versprechen, ob ich hier regelmäßig posten werde. Ich mache mir keinen Druck deswegen.
Unten sind Socken vom März abgebildet, die wegen ihrer Größe ein unglückliches Motiv abgeben. Vielleicht sollte ich mich doch dazu durchringen, endlich Sockenbretter anzuschaffen. Mal sehen. Auf Halde liegen immer noch meine Bluse und einige Tücher vom letzten Winter. Ich sollte mich mit dem Fotografieren wirklich sputen, weil bald kein gutes Licht mehr zur Verfügung steht.
| Pro Lana & Woll Butt | Sockenwolle & Söckli | Farben 405 & 32390 [Grau-Blau meliert] | Gr. 44/45 | Auftrag |