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Samstag, 22. Februar 2025

Onkel Hermann, das Landschwein

Nachdem ich letzten September recht flott den Koziołek Matołek ins Leben gerufen hatte, besann ich mich auf eine andere Tier-Strick-Anleitung, die ich schon etwas länger in meinen Unterlagen verwahrte. Auch sie stammt von Cats & Hats und war einmal ein Geburtstagsgeschenk.

Jetzt war ich noch so voller Elan vom fertigen Ziegenböckchen, dass ich direkt weiter stricken wollte. Da kam mir die Sau - Pardon - der Eber gerade recht. Auch bei dieser Figur änderte ich die Vorlage etwas ab. So bekam das Tier einen angedeuteten Rüssel mit gekreuzten Nasenlöchern. Die geröteten Wangen ersetzte ich gegen ein aufgesticktes Maul. Die Hufe habe ich mit einem zusammengezogenen Faden über dem Gestrick angedeutet.

Anstelle des gringelten Overalls erhielt die Figur ein leinenfarbiges Hemd mit hochgekrempelten Ärmeln und eine blaue Arbeitshose mit klappbarem Bund. Darüber einen einfachen Strick, wie die Bauern früher eben Hosen am Körper hielten. Und auch ein Ringelschwänzchen sitzt am Popo. Weil es ziemlich kalt war, bekam das Schweinchen auch noch einen Schal.

Gefunden im Zitronenbäumchen im Gewächshaus: Hermann
Nun, ich will nicht weiter die Sau durchs Dorf treiben. Deshalb gibt's jetzt noch die restlichen Bilder und dann ist Schluss. 🐷

Wahrscheinlich ging es immer dem Rüssel nach,...

...denn die Camellia sinensis verströmte einen betörenden Duft und Schweine können ja sehr gut riechen.
Aber dann trieb es das Kerlchen hinaus an die vorweihnachtlich geschmückte Zaubernuss. So etwas hatte es noch nie zuvor gesehen.
Schließlich kletterte es noch auf die Steinlaterne und verschaffte sich einen gewissen Überblick im Garten. Aber ehrlich, Freunde, dann habe ich mir Hermann geschnappt, denn mir wurde es draußen einfach zu kalt. Er hatte ja 'nen Schal. Ich nicht.

Freitag, 25. Oktober 2024

Koziołek Matołek

Wie ich unlängst erwähnte, trat vor einiger Zeit eine Freundin an mich heran und fragte schüchtern nach, ob ich vielleicht einen Ziegenbock für ihre Tochter, die mittlerweile selbst Mutter ist, stricken könnte. Sie wollte ihr eine Freude bereiten, indem ich eine polnische Kinderbuchfigur namens Koziołek Matołek als Strickfigur auferstehen ließ. (Mehr zum Original bei Wikipedia.)

Nun, ich wusste von der Figur bis dato nichts, aber mit Ziegenböcken kannte ich mich aus. Allerdings war ich etwas aus der Übung, denn seit ich den letzten Ziegenbock nach einer Anleitung von Cats & Hats anfertigte, waren knappe sieben Jahre vergangen. Also war es an der Zeit und auch eine gewisse Herausforderung, eine neue Figur zu stricken.

Zunächst verschaffte ich mir einen Überblick über das Aussehen des Originals und musste tatsächlich noch die reinweiße Sockenwolle beschaffen. Jetzt hatte ich schon einen Vorrat an Farben, der sich sehen lassen konnte. Doch das, was ich brauchte, fehlte immer noch. Glücklicherweise traf die Bestellung recht zügig ein und ich konnte loslegen. (Hatte ich auch schon kurz angerissen.)

Beim Anfertigen einer Figur befällt mich immer so ein leichter Strickrausch. Einmal angefangen, entwickle ich einen enormen Eifer, möglichst schnell zum Ende zu kommen, nur um das Ergebnis sehen zu können. So war es diesmal auch. Jede freie Minute widmete ich dem Böckchen.

Um der Kinderbuchfigur gerecht werden zu können, musste ich die Strickanleitung etwas abwandeln. Koziołek Matołek hat eine kurze, rote Hose an, hat gelbe Hände (die ich aber hier als Hufe belassen habe) und ist bis zu den Hörnern reinweiß. Außerdem hat er ein paar Haare auf dem Kopf.

Als die Einzelteile immer mehr zusammengefügt wurden, wuchs meine Vorfreude. Aber erst als das Gesicht fertig war, war ich auch erleichtert. So eine Figur steht und fällt nunmal mit dem Gesichtsausdruck. Sitzen Augen, Nase und Mund, kann kaum mehr etwas schief gehen. Als dann noch die Wollfäden für Bart und - neu - für die Haare eingezogen und in Form gebracht waren, hatte ich den knuffigsten Ziegenbock ever in meinen Händen.

Meine Freundin hat es bei der Übergabe hin- und weggerissen. Ich glaube, das ist mein bester Ziegenbock bisher geworden. Was sagt Ihr?

Kaum an der frischen Luft, sitzt der Knirps in der Banane

Ich habe ihn wieder auf den Boden der Tatsachen geholt

Schon blickt er wieder in die Ferne

Koziołek Matołek nimmt ein Sonnenbad auf der Eibe

Kurz darauf erklimmt er die Felsen am Teich

Schließlich hatte er einen Platz im Ginkgo auserkoren

P.S.: Die Übergabe hat inzwischen stattgefunden und Koziołek Matołek ist begeistert im neuen Zuhause aufgenommen worden.

Montag, 25. Dezember 2017

Schorsch Zickowski

So kurz vor Ultimo, damit meine ich das Jahresende, kann ich Böckel Nummer vier vorstellen. Es ist Schorsch, der sich sofort - gleich seiner Geschwister - auf in unerschlossene Höhen machte.

Unterm Dach war dann erstmal Ende im Aufsteigergelände.
Kaum war jedoch die Luke offen, hing der Kleine abenteuerlich über der Brüstung - wie Ritter Fips einst in seiner Rüstung.
Doch ich ließ ihn nicht aus dem Auge. Bei springenden Kletterziegen musste wachsam sein.
Ich hab's gewusst! Kaum einmal umgedreht, schon hängt Schorsch mit einem Bein draußen. Und das bei dem Wind! Der kannte die Geschichte von Fips noch nicht.
Jetzt wurde unter strenger Aufsicht nur noch einmal kurz aus der Luke geschaut und dann ging es ab in die Sockenkiste.
Ich weiß, der Schorsch hat eigentlich nur Ausschau nach einer neuen Heimat halten wollen. Die hat er noch nicht gefunden, obwohl ich ihn nach dem Fototermin mit zum Handwerksmarkt mitgenommen hatte. Jetzt verschläft er erst einmal den anstehenden Winter. Mal sehen, ob er kommendes Jahr ausziehen wird.
 (Nach einer Anleitung von Cats & Hats)

Donnerstag, 9. November 2017

Sönke Ziegerich

Etwas lustlos hatte ich die Arbeit am Ziegerich Nummer drei gestartet und dann dennoch mit Begeisterung gestrickt. Als ich ihm zum Schluss eine kleine Schelle um den Hals band, seufzte ich sogar ein kleines: "Och..." - und dachte gleich danach: '...schon wieder einer fertig'.

Auch ein Klettermaxe, genau wie sein Zwilling Sören
Nun ja, so ist das mit den Stücken, die mit Herzblut entstehen. Sönke wird vom Pott aus nach Berlin umziehen. Das hat mir seine schon sehnsüchtig wartende zukünftige Besitzerin verraten. Aber es wird nur eine Reise auf Zeit sein. Irgendwann wird er wohl auch wieder nach Hause kommen.

Sönke will hoch hinaus - hier auf das Vogelhäuschen
So, wie er gebaut ist, wird Sönke das mit Bravour meistern. Alle Jungspunde müssen schließlich mal hinaus in die weite Welt. Nur die Hörner sollte er sich nicht abstoßen. Adieu, kleiner Racker.
(Nach einer Anleitung von Cats & Hats)

Mittwoch, 13. September 2017

Das ist Sven

Wie schon angekündigt, hat Sören einen kleinen Bruder bekommen. 

Sven ist ein kleiner Wilder, der bald in den Norden der Republik umziehen wird. Zur Erinnerung hat er sich noch fix fotografieren lassen. (Nach einer Anleitung von Cats & Hats)

Sven Regenbogen

Samstag, 19. August 2017

Erich, der ein Sören ist

'Jetzt isse völlig durchgeballert', denkt Ihr doch bei einer solchen Überschrift. Ich kann jedoch entwarnen. Der wirre Titel klingt nur irre, lässt sich aber aufklären.

Vor geraumer Zeit erhielt ich von Frau Schneckenkind Raphaelo eine Strickanleitung aus dem Hause Cats & Hats geschenkt. Ich durfte mir sogar aussuchen, welches Tier ich nacharbeiten mochte und meine Wahl fiel auf Erich, den Ziegenbock.

Doch dann hatte ich überhaupt keinen Bock auf Ziege (pahh ha ha!), obwohl ich bereits alle benötigten Materialien besorgt hatte. Vielleicht waren auch Versagensängste im Spiel. Vorletzte Woche schließlich nahm ich all meinen Mut plus Anleitung nebst Utensilien und begab mich ans Werk.

Die Strickerei ging erstaunlicherweise recht gut von der Nadel. Neu waren für mich das gekonnte Ausstopfen und Annähen der "Anbauteile". Sinnvolle Tipps und auch ein bisschen Hilfe dazu bekam ich von Frau Schneckenkind. Allerdings hatte ich schon eine ziemlich genaue Vorstellung von E... Sören und änderte einige Dinge. Der Beinzwickel ist schmaler als vorgesehen, dafür die (Hosen)Beine dicker. Die Beinbündchen lassen sich hochklappen. Die Hörner erhielten Rippen an den verkürzten Reihen. Das Schwänzchen strickte ich ebenfalls mit verkürzten Reihen, damit es ganz ziegen-like aussieht. Nase und Maul stickte ich nach eigenen Vorstellungen. Der Bart wurde etwas vergrößert.

Und, was soll ich sagen? Ich bin mit meiner allerersten Figur mehr als zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich so etwas kann. Danke auch an die Erstellerin der Vorlage. Ohne eine gute Anleitung geht es nicht. 👍

Kaum zusammengenäht, traute sich der kleine Ziegenbock noch nicht allein außer Haus oder auch nur eine Treppe tiefer, wo man ihn jedoch schon gespannt erwartete. Also begleitete ich ihn und hörte ihn bei Herrn Schneckenkind sagen: "Guten Abend, mein Name ist Sören und ich möchte kurz stören..." Und deswegen heißt Erich jetzt Sören. Er wird es ja am besten wissen.

Heute hat er den Garten erkundet und ich hatte alle Mühe, das wilde Kerlchen wieder einzufangen. Seht selbst.

Sören erklimmt den Baumstumpf.
Kleines Verschnauferl nach der Anstrengung.
Sören schaut aus der Hecke in die Welt Wiese.
Sehnsüchtig schaut er den Pferden zu, die überhaupt keine Notiz von ihm nahmen.
Dafür kletterte er in weitere Höhen...
...bis er schließlich die Birke hinauf kraxelte. Dann pflückte ich ihn jedoch vom Baum. Zu riskant, das Manöver.
Dafür war der Eibenbonsai wie geschaffen für die erforderliche Erholungsphase. Mä-ä-ä-ä!

Montag, 20. August 2012

Määähhhh...

Da ich mich auch bei den derzeit herrschenden Temperaturen nicht davon abhalten lasse, etwas mit Wolle zu machen, gibt es vom Wochenende direkt ein vorzeigbares Nadelfilz-Ergebnis.

Vielleicht kann sich einer noch an diesen Beitrag erinnern? Seit November ist eine Menge Zeit ins Land gegangen, doch der Vorteil von Wolle ist: sie wird nicht schlecht (wenn sie nicht gerade in die Mäuler gefräßiger Motten gelangt).

Ich habe in mehreren Etappen kräftig nadelgefilzt, um diese Technik einfach einmal auszuprobieren. Dabei hatte ich zuerst nur einen Vierer-Halter, der zwar fürs Grobe ganz gut geeignet ist, aber bei feineren Sticheleien wiederum nicht. Deswegen besorgte ich mit vor einiger Zeit noch Einser-Nadeln. Das war der Schlüssel zur erfolgreichen Anfängerarbeit. Es ist am Ende herausgekommen, was es werden sollte, wenn ich auch lieber richtige Wolllocken verarbeitet hätte. Es ist doch ein kleines Wollschaf zu erkennen.

Das Schaf im Garten - da sieht es schon ganz schön herbstlich aus, bemerke ich gerade...
Nadelfilzen ist eine ganz annehmbare gestalterische Technik. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich sie vertiefen werde, aber wenn es mich mal wieder juckt, schnappe ich mir einfach die noch vorhandene Märchenwolle...