Samstag, 28. März 2026

Afghan fertigstellen

Vor den folgenden Schritten hatte ich aus zwei Gründen Respekt. Erstens vor der erforderlichen Zeitdauer des Nähens, zweitens vor dem Aussehen der Naht. Da aber niemand freiwillig die Näherei übernehmen wollte, fasste ich zuerst Mut, dann die Nadeln, Schere und Patches.

Ich zog im Sommer damit auf den Balkon, holte mir noch das Bügelbrett und die Hartschaum-Matten, auf denen ich die Patches vorher gespannt hatte, hinzu und fing einfach an.




Zuerst nähte ich alle Patches einer Reihe aneinander. Dann setzte ich jeweils zwei Reihen zusammen. Letztlich kamen dann die drei entstandenen Doppelreihen zueinander.

Die Naht ist zwar präsent, aber auch nicht vorhanden

Nach ein paar Tagen hatte ich eine Decke und ich freute mich sehr über das Ergebnis. Ich war ganz erstaunt, dass die Nähte so unauffällig und akkurat zwischen den einzelnen Patches lagen. Es gab keine Löcher, keine störenden Stiche, einfach nichts. So, dass der Blick nicht vom jeweiligen Patch abgelenkt wurde.

Zum Schluss bekam die Decke einen I-Cord. Ich wollte etwas Schlichtes als Abschluss und nicht den breiten Zopfrand, der im Original zum Einsatz kam. Nachdem der letzte Faden vernäht worden war, beschaute ich mir mein Werk und war begeistert. Ich weiß, Eigenlob stinkt, doch die Decke ist so schön geworden, wie ich sie haben wollte. Ihr werdet es im folgenden Beitrag noch sehen.

Natürlich kuschelte ich mich im Winter auf dem Sofa damit ein. Das verwendete Garn ist reine Wolle und trotzdem angenehm weich im Griff. Ich würde alles genauso wieder machen. Bis auf eins vielleicht. Zehn Jahre von Patch 35 bis Patch 36 sind einfach zu lange...

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