Freitag, 15. Dezember 2017

Gomitolo 200-Schal

Über eine Woche Pause hier auf Sockentrolli - was war los?? Nun, auch mich hatte es vorübergehend aus dem Verkehr genommen und ich lag mit einer fetten, fiesen und fürchterlichen Erkältung auf der Matratze darnieder und erwartete den Tod. Na ja, das jetzt war ein wenig geflunkert, aber der Rest ist die reine Wahrheit. Inzwischen kann ich wieder stehen, ja sogar gehen, und warte geduldig ab, bis die oben erwähnte Erkältung meine Gehörgänge wieder freigibt. Bis dahin bin ich die vorweihnachtlich wandelnde taube Nuss, die nachts vor Bölkerei nicht schlafen kann. ABER - bis Weihnachten ist alles wieder gut - hoffe ich.

Jetzt jedoch zu weitaus wolligeren Dingen, die vor dem beschriebenen Unheil stattfanden. Das wunderschöne Gomitolo-Knäuel habe ich nicht sehr lange im Urzustand bewundert. Ich wollte wissen, wie er verstrickt aussieht. Noch vor weit vor dem Adventmarkt legte ich los und arbeitete zuerst eine Vorlage von Junghans nach, bei der ein Dreiecktuch mit Zopfmuster heraus kommen sollte.

Das sah anfangs auch ganz hübsch aus, wurde dann aber ein sehr gleichschenkeliges Dreieck, das ich gar nicht mehr schön fand. Also ribbelte ich alles wieder auf und startete mit dem selben Muster einen schlichten Schal.

Lana Grossa | Gomitolo 200 | Farbe 207 [Cognac/Kupfer/Lachs/Braun] | Sockenkiste
Am Ende erreichte dieser eine Länge von 175 cm. Gerade genug, um ihn knapp zweimal um den Hals zu wickeln. Aber einmal würde bei der Materialstärke auch reichen. Warm genug ist das auf jeden Fall.

Der Farbverlauf und das lose Zopfmuster gefallen mir in dieser Kombination sehr. Der Schal für Freunde gedeckter Herbstfarben steht zum Angebot und kann gern erworben werden. (Im letzten Monat erinnerten mich die Farben sehr an meine wunderschön bunt gefärbte Säulenkirsche. Der Herbst ist eben nicht nur trist grau. 🍁 Das musste ich kurz vor dem Winter einmal loswerden.)

Dienstag, 5. Dezember 2017

Der Dienstagskaktus

Falls sich noch jemand an die Sonne erinnert, ja, es gab sie in diesem Jahr. Immerhin so viel und lange, dass all die blühfähigen Kakteen meiner Sammlung blühten. Bis auf ein paar Ausnahmen, das muss ich schon erwähnen.

Diesen dürren - eher strauchigen - Echinocereus habe ich schon mehrere Jahre und er erfreut mich jedes Jahr zuverlässig mit vielen Blüten, die nach und nach blühen. Sieht toll aus.

Echinocereus leucanthus

Samstag, 2. Dezember 2017

Adventmarkt ohne Erfolg für Sockentrolli

Kaum hat man sich einmal in der Sonne geräkelt, ist das Jahr wieder um und der Gerther Adventmarkt steht vor der Tür. Meine Güte, wie rast bloß die Zeit.

Gut, in den letzten zwölf Monaten sind doch einige Paar Socken und auch Tücher entstanden, die den Besitzer wechseln sollten. Alle Vorbereitungen waren pünktlich abgeschlossen, so dass Frau Schneckenkind und ich gestern Vormittag mit unserem Kram loszogen sind und unseren Stand auf dem Marktplatz errichteten.

13:00 Uhr - der Stand ist eingerichtet
Mittlerweile waren wir zum dritten Mal dabei und besitzen bereits so etwas wie Routine beim Aufbau. Dann kam die spannendste Zeit: kommen die Artikel an? Können sie verkauft werden? Überstehen wir die Kälte ohne folgen?

Schönes Wetter
Also gefroren haben wir ordentlich, waren aber glücklich, dass das Wetter generell mitspielte. Bei der feuchten Kälte hatten wir sogar einen nachmittäglichen blauen Himmel. Das sollte die Besucher locken. Frau Schneckenkind hatte mit ihren Häkelsachen viel Interesse erregt und viele schnuckelige Dinge abgegeben. (Sie hat wirklich wundervolle Häkelaktikel. *schwärm*)

Gute Mine zu schleppendem Verkauf
Leider war das Interesse an meinen Stricksachen in diesem Jahr beschränkt auf eine Mütze und drei Paar Socken. Das hat mich überrascht, denn viele Besucherinnen betonten ausdrücklich, wie gut die Qualität unseres Angebotes war und  wie niederpreisig wir unsere Produkte anboten. Nun ja, ganz umsonst abgeben geht ja auch nicht. So nahm ich meine Kisten fast genau so gut gefüllt wieder mit nach Hause, wie ich mit ihnen gekommen bin.

Fazit: Ich bin froh, die Standgebühr ausgeglichen zu haben und mus mir wohl überlegen, wie ich dem Produkteüberhang gerecht werde. (Schade, doch es ist ja bald Weihnachten...)

Dienstag, 28. November 2017

Der Dienstagskaktus

Die Gattung der Oputien besteht aus ganz fürchterlichem Gestrüpp, das mit hinterlistigen Glochiden ausgestattet ist. Glochiden sind winzige Dornen mit unsichtbaren Widerhaken. Wer von Euch schon einmal Hautkontakt mit den putzigen Dornenbüscheln einer Blattopuntie hatte, wird sich ungern, dafür aber nachhaltig, erinnern.

Nun, manche Opunien finde ich dennoch so verlockend, dass auch in meiner Kaktusbude Exemplare davon stehen. Ganz oben unterm Dach, wo man nicht unachtsam vorbeistreift und sich - zack! - unbeabsichtigt Glochiden einfängt. Das hier abgebildete Tunilla-Exemplar will zudem auch noch mit Wasserentzug gequält werden, damit es blüht. Das Wasser gibt es erst Ende Mai, Anfang Juni, wenn die Blütenknospen groß genug sind, um sie sicher zu erkennen. Dann dauert es nicht mehr lange, bis sich der ausgetrocknete Dornenhaufen mit tomatenroten Blüten schmückt. Bizarr.

Tunilla soehrensii

Samstag, 25. November 2017

Vermont aus der Tiefe

Weil ich streckenweise hamsterartiges Verhalten entwickle und bunkern muss, was mir gefällt (ich verweise an dieser Stelle auf die letzten Beiträge), konnte ich für dieses Sockenpaar tief in meine Vorratstruhe greifen und noch ein Knäuelchen Vermont Color herausfischen.

Es war immer noch nicht das letzte Garnpäckchen und dennoch werde ich es nicht leid, diese Wolle zu verstricken. Selbst die orange Fönwelle konnte das bisher nicht ändern. Inzwischen ist es das fünfte Paar Socken dieser Farbe und ich warne euch *kicher*, es ist immer noch Material für ein weiteres vorhanden.

Regia | Vermont Color | Farbe 06029 [Granit] | Größe 42/43 | vergeben

Dienstag, 21. November 2017

Der Dienstagslithops

Ausnahmsweise gibt es heute mal einen mehrköpfigen Lithops. Ich glaube, ich schrieb es breits einmal, dass die südafrikanischen Steinchen eher durch ihre nackten Körper 😄 als durch die Blüten begeistern. Die sehen ziemlich gleich aus. Entweder gelb oder weiß. 

Bei Lithops olivaceae erscheint jedoch ein weißer Blütenschlund, das ihn schon wieder etwas besonders macht. Da rückt die eher langweilige Lobenzeichnung glatt in den Hintergrund.

Lithops olivaceae-Gruppe, Maculate Form

Sonntag, 19. November 2017

Vorrat außer Kontrolle

Ich kann Euch sagen, ich bin kurz davor, als Garn-Messi verbeurteilt zu werden. I'm quasi out of control. Immer wieder erliege ich verführerisch schönen Garnen, wobei ich keinen Deut schneller stricken kann, als irgendwann in den letzten 20 Jahren.

Im Oktober konnte ich mich unter anderem auch hiermit nicht zurückhalten:

Das rote Knäuel ist bereits verplant und die drei Runden bieten sich direkt für Tücher an...
Und in diesem Monat bevorratete ich mich - mal abgesehen von der rosa Wolle - für irgendwelche imaginären Tier-Projekte:

Kann man diese Garne nicht immer gebrauchen?
Wenn Ihr dann einmal rückblickend auf die vollendeten Projekte schaut, fällt da was auf? Jawoll. Nicht annähernd so viel Wolle habe ich verstrickt, wie gebunkert. Schande über mich. (So und jetzt ist Schluss hier - ich geh' stricken. 🐑)